Näheres über mich

Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Seit meinem dritten Lebensjahr lebe ich im Rollbergviertel, im Herzen Neuköllns. Hier besuchte ich die Regenbogen-Grundschule in der Morusstraße und anschließend das Albert-Einstein-Gymnasium in der Parchimer Allee, welches ich im Juli 2015 mit einem Abitur von 1,4 verließ. Nun arbeite ich bei der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz als persönlicher Assistent der Staatssekretärin Sabine Toepfer-Kataw und möchte mich im kommenden Wintersemester auf einen Studienplatz für Medizin bewerben.


Als ältester Bruder meiner drei Geschwister trug ich schon als kleiner Junge große Verantwortung für meine Famile und mein Umfeld. Meine Freunde wuchsen - wie ich - in einfachen Verhältnissen auf. Jedoch sahen einige von ihnen zu den älteren, problematischen Jugendlichen aus unserem Block auf. Ich hingegen konnte denen nicht nacheifern, doch versuchte ich sie zu verstehen. Wieso war es für die Jungs aus unserem Kiez eine Selbstverständlichkeit zu klauen, zu rauben und sich zu schlagen? Lag es - wie der frühere Bezirksbürgermeister in seinen Büchern und in Talkshows behauptete - an ihrer Herkunft, oder hatte dies ganz andere Gründe?


Ich wusste, nachdem ich mir jahrelang darüber Gedanken gemacht hatte, dass es viele Gründe für das Verhalten der Kriminellen gab. Gründe, wogegen die Politik was hätte tun können und müssen. Ich erkannte, dass viele meiner Mitschüler aus der Grundschule gar nicht die deutsche Sprache beherrschten. Das hatte zur Folge, dass diese Jungs und Mädels Jahre brauchten, um den Anschluss an den Durchschnitt ihrer Klasse zu finden. Mich wunderte es nicht, dass nur ein Bruchteil dieser Leute der Übergang auf ein Gymnasium gelang. Somit war mir bewusst, dass die Vorschule und die KiTa essentielle Grundlagen legen und die Politik hierfür Geld investieren muss. Gäbe es genügend Kitas und Kitaplätze und würde man die Vorschulpflicht einführen, dann würde dies die Integration und Bildung von Migranten fördern.


Meine Freunde und ich, wie unterschiedlich wir auch waren und auf welche Art von Oberschule wir auch gingen, trennten uns nicht voneinander, sondern wir verbrachten unsere Jugend gemeinsam. Nur zeichnete es sich ab, dass einige meiner Freunde mit schlechten Berufsperspektiven die Nase voll hatten und sich mehr und mehr für den Lifestyle der Kriminellen aus unserer Gegend interessierten. Sie fingen mit 14 Jahren an Automaten zu spielen, zu wetten, zu rauchen, zu kiffen, andere schädliche Drogen zu nehmen und Alkohol zu trinken. All das war in Neukölln kein Problem. Niemand fragte nach dem Ausweis. Nichts wurde kontrolliert. Nach den ersten Anzeigen wegen Schlägereien und Schulversäumnis, wurde ihnen der Weg geebnet, um eine richtig kriminelle Laufbahn einzuschlagen. Raub und Diebstahl standen an der Tagesordnung.


 

Ich war stinksauer auf meine Freunde. Und erst einmal war ich auch stinksauer auf die Polizei. Außerdem war ich stinksauer auf das Versagen der Politik. Ich verstand nicht wie das Gewerbe- und Bezirksamt das Ausweiten der Casinos und Wettbüros zuließ und es gleichzeitig für Minderjährige so einfach war an alles ranzukommen. Weiter wollte ich es nicht wahrhaben, dass in der Hasenheide Drogen in aller Öffentlichkeit gekauft und konsumiert werden konnten. Dann sah ich wie einige Freunde im Alter von 17 Jahren mit dem Mist aufhörten. Denn sie fanden ihren Bezug zu ihrer Religion, dem Islam. Ich fand das klasse, weil sie ja vernünftig wurden. Einige wurden tatsächlich vernünftig, doch es gab auch welche bei denen es wenige Monate dauerte bis sie schreckliche Ansichten vertraten. Sie leugneten den Holocaust, wurden antisemitisch, sprachen vom Jihad, etc...

Die anderen dagegen machten Karriere im Verbrechen. Sie schlossen sich Familienclans, Jugend- oder Rockerbanden an.


Für mich war klar; wenn die Politik nicht erkennt, woran die Dinge liegen und sie nichts dagegen unternehmen, dann muss ich selbst den Schritt in die aktive Politik wagen. So beschloss ich, Mitglied der CDU zu werden. Nach mehr als einem Jahr starkem Engangement in der Partei, wurde ich als Kandidat für das Abgeordnetenhaus für den Stadtteil Neukölln mit 95,5 % der Stimmen nominiert. Im Vorfeld traute nicht jeder mir, mit meinen 19 Jahren so etwas zu. Doch sehr viele glaubten an mich und setzten sich für mich ein.

Ich lebe und liebe unseren Bezirk! Ich werde alles geben, um ab dem 18. September unser Neukölln gestalten, bewegen und verschönern zu können! Denn seien Sie sich sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen aus Neukölln, wie ich auch, einen vernünftigen Weg gegangen ist und auch, wenn unser Stadtteil immer wieder negativen Licht steht, werden wir allen beweisen, dass Neuköllner integriert und bildungsorientiert ist und dass wir etwas zu einer positiven Entwicklung Neuköllns beitragen können!

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